Sekundäre Pflanzenstoffe

Unter sekundären Pflanzenstoffe versteht man Stoffe, die von Pflanzen hergestellt werden, jedoch für die Pflanzen selbst nicht lebensnotwendig sind. Obwohl ein Großteil dieser Stoffe für den Menschen sogar giftig sind – so sind einige sekundäre Pflanzenstoffe beispielsweise auch Nervengifte, wie z.B. Nikotin – haben viele auch eine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus. Einige Pflanzen werden sogar nur wegen ihrer sekundären Pflanzenstoffe vom Menschen kultiviert. Ein gesunder Ernährungsplan sollte durch eine vielseitige Ernährungsweise, die einen großen Anteil an pflanzlichen Nahrungsmitteln aufweist, von alleine viele sekundäre Pflanzenstoffe beinhalten. Sollte der Ernährungsplan zudem ein spezielles Ziel wie Gewichtsreduktion oder Muskelaufbau haben, anstatt einfach „nur“ ein gesunder Ernährungsplan zu sein, dann kann gezielt auf Nahrungsmittel geachtet werden, deren sekundäre Pflanzenstoffe förderliche Effekte für das festgesetzte Ziel mit sich bringen.

Um den Rahmen an dieser Stelle nicht zu sprengen, geben wir im Folgenden nur einige Beispiele der positiven Wirkungsweisen von ausgesuchten sekundären Pflanzenstoffen. Bei unseren Ernährungsplänen werden aber etwaige sekundäre Pflanzenstoffe noch einmal aufgeführt und erläutert werden.

Aus den Pflanzen Roter Fingerhut und Wolliger Fingerhut werden so genannte Cardenolide industriell extrahiert. Diese sind sehr Wirksam gegen Herzinsuffizienz und sind ein fester Bestandteil von Medikamenten gegen Herzinsuffizienz.

Die Inhaltsstoffe (sogenannte Polyphenole) von Granatäpfeln oder beispielsweise von grünblättrigem Gemüse beugen nachweislich Krebs vor. (Hinweis: eine Immunität oder Ähnliches wird nicht erreicht. Das Krebsrisiko wird jedoch um einen relevanten Faktor gesenkt)

Ähnlich wie die Polyphenole beim Granatapfel haben auch die Polyphenole von Gewürzen einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Diese Inhaltsstoffe, die speziell in Gewürzen vorkommen fördern die Verdauung.

Zur Senkung des Blutdrucks helfen auch mal wieder die Polyphenole des Granatapfels oder der Wirkstoff Reserpin von der Indischen Schlangenwurzel. Ein gesunder Ernährungsplan mit dem Ziel einer Regulation des Blutdrucks kann also beispielsweise so abgestimmt werden, dass regelmäßig Gerichte zubereitet werden, die diese sekundären Pflanzenstoffe beinhalten.

Neben den hier aufgeführten Wirkungsweisen von sekundären Pflanzenstoffen gibt es noch etliche weitere. Sekundäre Pflanzenstoffe sind grundsätzlich nicht lebensnotwendig für den menschlichen Organismus, aber um die Effizienz eines gesunden Ernährungsplans zu steigern macht es durchaus Sinn gezielt Zutaten zu verwenden, die sich positiv auf das eigene Befinden auswirken. Allerdings gilt auch bei den sekundären Pflanzenstoffen, dass sie kein Allheilmittel sind und beispielsweise bei Bluthochdruck nicht den übermäßigen Konsum von Speisesalz neutralisieren können. Es ist wie bei den meisten Dingen im Leben: es kommt auf allen Ebenen auf ein gesundes Maß an.

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